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28 Sep 2022
Hochspannungsmast im Laubenheimer Ried

Ein Storch für Laubenheim

Logo zur 1250-Jahrfeier

Etwas Bildnerisches zum anstehenden Ortsjubiläum der 1250-Jahrfeier –

Ende 2021 wurde ich darauf angesprochen. Ich hatte mich verschiedentlich in Laubenheim engagiert und schon mehrere Wappen für die Gemeinde in Stein umgesetzt, aber es sollte irgendwie doch etwas anderes noch sein. Ein Bild für Laubenheim – was könnte das sein?

Der Weinberg und das Ried

Die Weinstöcke sind nun nicht gerade etwas Besonderes für eine einzelne Gemeinde in Rheinhessen, auch wenn von Laubenheim aus in Richtung Süden die Rheinterrassen mit bekannten Lagen beginnen. Auf der Suche nach dem, was man so „Alleinstellungsmerkmal“ nennt, schlug ich das Ried und seinen prominentesten Bewohner vor. Die Idee fand Anklang. Die Riedwiesen sind nicht nur Biotop für z.T. seltene Flora und Fauna sondern auch als Naherholungsgebiet sehr beliebt. Aber an einen Storch auf der Fahne muss man sich erstmal gewöhnen, der lebt ja eigentlich nur im Elsass, so das Klischee. Und tatsächlich sind die Störche erst seit 25 Jahren wieder in Laubenheim. Aber jeder, der am Ortsende einkaufen geht, hört im Frühling die Störche klappern, wie sie da auf ihrem Hochspannungsmast hocken und Nester bauen und den Nachwuchs füttern. Das geschützte Laubenheimer Ried bietet den Lebensraum dafür.

Ein Logo ist kein Wappen

Ein Logo ist kein Wappen, kein Bild der Historie, sondern des Aufbruchs. Die Entscheidung 1968 erste kleine Teile des Rieds unter Naturschutz zu stellen, zeugt von einer damals nicht selbstverständlichen Weitsichtigkeit und führte zur Erweiterung des Schutzgebietes und schließlich seit Ende der 90er Jahre zur Rückkehr der Störche. Wie wir heute sehen, war die lokale Weitsicht nicht beispielhaft genug, um die erheblichen Probleme zu verhindern, vor denen wir jetzt global bezüglich Klima- und Naturschutz stehen. Aber es zeigt eben auch, dass man auf kommunaler Ebene – damals war Laubenheim noch nicht eingemeindet – überregional richtige Entscheidungen treffen, zumindest mittragen kann. Wenn das gelingt, kann man darauf stolz sein. In diesem Sinne möge der Laubenheimer Storch ein optimistisches Bild für eine Gemeinde sein, die sich voller Tatkraft schon jetzt auf die 1260-Jahrfeier freut.

Blick aus Laubenheimer Ried auf die Weinberge
Naherholungsgebiet Laubenheimer Ried

boris-engelbrecht

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